Öffentlicher Personennahverkehr in Deutschland eine Übersicht

Historische Entwicklung des Personennahverkehrs

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) blickt auf eine lange historische Geschichte zurück. Als öffentlichen Personennahverkehr bezeichnet man in Deutschland den öffentlichen Verkehr im Nahbereich, welcher der Grundversorgung auf Straße, Schiene und Wasser dient. Historisch hat der öffentliche Nahverkehr seine Wurzeln in Fährverbindungen über Seen oder Flüssen. Aber bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte dieser einen enormen Aufschwung im Rahmen der zunehmenden Industrialisierung. In dieser Zeit kam es zum verstärkten Einsatz von manuell, elektrisch oder mit Pferden betriebenen Straßenbahnen, U-Bahnen oder Dampflokomotiven. Mit der Erfolgsgeschichte des Automobils kam es vor allem im 20. Jahrhundert verstärkt zum Einsatz von Omnibussen. Mit dem verstärkten Umweltbewusstsein sei den 1970er Jahren haben sich vermehrt Verkehrsverbünde gebildet, die eine grenzenlose Nutzung des Nahverkehrs mit nur einer Fahrkarte zu ermöglichen und den Autoverkehr zu reduzieren. Dies sind nur einige der Vorteile des ÖPNV.

Rechtsgrundlagen des ÖPNV in Deutschland

Die Grundlagen für den öffentlichen Personennahverkehr sind in Deutschland durch das Gesetz zur Regionalisierung des öffentlichen Personennahverkehrs(RegG) geregelt, welches die Sicherstellung einer ausreichenden Bedienung der Bevölkerung mit Verkehrsleistungen im öffentlichen Personennahverkehr als eine Aufgabe der Daseinsvorsorge festlegt, und die entsprechenden Nahverkehrsgesetze der Länder. Nach dem Regionalisierungsgesetzes zählt zu dem öffentlicher Personennahverkehr die allgemein nutzbare Beförderung mit Verkehrsmitteln im Linienverkehr, wenn die überwiegende Zahl der Beförderungsfälle eine Reiseweite von 50 Kilometer oder eine Reisezeit von einer Stunde nicht übersteigt.

Zu dem ÖPNV zählen in Deutschland:

  • der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und
  • den Straßenpersonennahverkehr (ÖSPV).

Betrieb des ÖPNV

Der Betrieb des Personennahverkehrs erfolgt überwiegend durch Verkehrsunternehmen in einer privaten Rechtsform, deren Anteile mehrheitlich von staatlichen oder kommunalen Körperschaften gehalten werden. Die Verkehrsmittel werden beim Betrieb des ÖPNV nach Fahrplan eingesetzt, in Stadtgebieten und großen Ballungsräumen auch nach einem entsprechenden Taktfahrplan. Die Fahrpläne werden dabei oftmals nach Arbeits-, Ferien- und Schulzeiten ausgerichtet und sind damit vor allem im ländlichen Raum manchmal unregelmäßig. Üblicherweise ist für den Betrieb eine Konzession erforderlich, die von der Genehmigungsbehörde unter Beachtung der Vorgaben des Aufgabenträgers erteilt wird. Neben dem Bus- und Schienenverkehr gibt es auch noch den öffentlichen Schiffs- und Fährverkehr, wie zum Beispiel in der Hafenstadt Hamburg.